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TUM Pressemitteilung

Dies academicus: Akademische Jahresfeier 2016 - Ein Jahr im Zeichen des Wachstums
Im Umfeld der akademischen Jahresfeier erfolgten zahlreiche Auszeichnungen für besondere Verdienste, dazu zählt auch die Heinz Maier-Leibnitz-Medaille. Frau Kögel-Knabner wurde dabei als Pionierin der modernen Bodenwissenschaften ausgezeichnet.
https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/33586
 


Abendschau - Der Süden

01.07.2016, 17:30 Uhr, BR Fernsehen (BR Mediathek Video)
Bedrohung im Bergwald - Bodenverlust
als MP4 zum downloaden (verschiedene Größenformate)
 


TUM Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Nature Geoscience-Publikation "Organic matter losses in German Alps forest soils since the 1970s most likely caused by warming"

Klimaerwärmung sorgt in den Alpen für Humusrückgang von 14 Prozent
Signifikanter Humusverlust in Wäldern der Bayerischen Alpen


Wenn Wetterphänomene wie Trockenheit oder Starkregen weiter zunehmen, sind die Wälder der Alpen in Gefahr. Denn eine Studie der Technischen Universität München (TUM) weist einen signifikanten Humusverlust im Bergwald der Bayerischen Alpen innerhalb von drei Jahrzehnten nach. Die Studienautoren empfehlen den Bodenhumus trotz Klimawandels durch humusförderndes Waldmanagement zu bewahren oder idealerweise zu steigern, um die Schutzfunktion des Gebirgswalds zu erhalten und Hochwasser abzumildern... http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/33174
 


SRM-Award der Audi Stiftung für Sam Munro

Dr. Dagobert Achatz (links), Sprecher der Geschäftsführung der Audi Stiftung für Umwelt, und Prof. Dr. Angelika Schnieke (rechts), Technische Universität München, mit dem Gewinner Samuel Gordon Munro (Copyright: Audi AG)

Mit dem "Sustainable Resource Management Award" (SRM-Award) zeichnet die Audi Stiftung für Umwelt GmbH jedes Jahr die besten Abschlussarbeiten des Studiengangs für nachhaltiges Ressourcenmanagement an der Technischen Universität München (TUM) aus. In diesem Jahr geht der mit 1.500 Euro dotierte Preis an den Australier Samuel Gordon Munro für seine Masterarbeit "The potential for carbon sequestration in semi-arid steppe soils of Inner Mongolia, Northern China" am Lehrstuhl für Bodenkunde. In seiner Arbeit hat sich Sam mit der Speicherkapazität von Bodenkohlenstoff in semi-ariden Graslandökosystemen beschäftigt und konnte erstmals das Sequestrierungspotential für atmosphärischen Kohlenstoff in diesen Böden abschätzen. Die von Dr. Peter Schad und Dr. Martin Wiesmeier betreute Arbeit wurde im Journal "Global Change Biology" veröffentlicht.


Udo Schwertmann died on January 20th, 2016 at the age of 88.

Udo Schwertmann was born 1927, November 27th in Stade, Germany. He studied horticulture and chemistry in Hannover. He obtained his Ph. D. in 1959 and his habilitation in 1961, both in soil science, also in Hannover. In 1962, he was a Fulbright Scholar and carried out research in the laboratory of M.L. Jackson at the University of Wisconsin, Madison. In 1964 he became a full professor and head of the Institute of Soil Science at the Technical University of Berlin. In 1969, he moved to Freising-Weihenstephan, as head of the newly founded Institute of Soil Science at the Technical University of Munich (TUM). He held this position until his retirement in 1995... <more...>
 


"Nobelpreis der Bodenkunde": Philippe Duchaufour-Medaille für Prof. Ingrid Kögel-Knabner

Für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde Prof. Ingrid Kögel-Knabner mit der höchsten Auszeichnung ihres Fachbereichs geehrt: Die Leiterin des Lehrstuhls für Bodenkunde an der Technischen Universität München (TUM) erhielt die Philippe Duchaufour-Medaille der Europäischen Vereinigung der Geowissenschaften (EGU). Der Preis gilt auch als "Nobelpreis der Bodenkunde".

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) hat das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Sie möchte damit ein stärkeres Bewusstsein für die zentrale Bedeutung der Erdböden bei der Sicherung der Welternährung und in den ökologischen Kreisläufen der Natur schaffen. Das Wissen um diese Bedeutung verdanken wir der Forschungsarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit, die zu einem besseren Verständnis der Vorgänge im Boden beigetragen haben.

Eine dieser Forscherinnen ist Prof. Ingrid Kögel-Knabner, Leiterin des TUM-Lehrstuhls für Bodenkunde. In diesem Jahr – dem Jahr der Böden – wurde die Bodenkundlerin von der Europäischen Vereinigung der Geowissenschaften mit der Philippe Duchaufour-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Anerkennung ihres Fachbereichs. Die EGU verlieh ihr diesen Preis für ihre exzellenten und wegweisenden Arbeiten zur Bildung, Zusammensetzung und Eigenschaften der organischen Substanz in Böden und deren zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Sie würdigte sie damit als eine herausragende Wissenschaftlerin und Wegbereiterin für eine neue Bodenkunde mit einem transdisziplinären Fokus, sowohl in grundlagen- als auch in anwendungsbezogenen Aspekten.

Prof. Kögel-Knabner studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth, wo sie auch promovierte und habilitierte. Seit 1995 ist sie Inhaberin des TUM-Lehrstuhls für Bodenkunde am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) für Ernährung, Landnutzung und Umwelt. Sie ist Mitglied in vielen wissenschaftlichen Akademien wie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften sowie Mitglied im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2011 forscht sie außerdem als Carl von Linde Senior Fellow am Institute of Advanced Study (IAS) der TUM in der Focus Group zum Thema Soil Architecture.

Die Philippe Duchaufour-Medaille wird seit 2005 von der EGU für herausragende wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Bodenkunde verliehen. Die Auszeichnung wurde Prof. Kögel-Knabner am 14. April 2015 auf der jährlichen Hauptversammlung der EGU in Wien überreicht.


Die DFG startet die erste Nachwuchsakademie zum Thema "Agrarökosystemforschung: Bodenressourcen und Pflanzenproduktion"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet die erste Nachwuchsakademie zum Thema "Bodenressourcen und Pflanzenproduktion". Die Nachwuchsakademie Agrarökosystemforschung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus den verschiedenen Fachgebieten der Agrarwissenschaften, die sich mit grundlagenwissenschaftlichen Fragen im Hinblick auf eine nachhaltige Steigerung der Pflanzenproduktion im Landschaftskontext unter Berücksichtigung des Gesamtsystems beschäftigen.
Weitere Informationen: www.soil-science.com/nachwuchsakademie
 


Chorafas Prize

Carolin Bimüller researching climate change in the Arctic Tundra in Barrow/Alaska

Carolin Bimüller (cand. rer.nat.) has been awarded the prestigious 2014 Dimitris N. Chorafas Foundation Award for her extraordinary scientific achievements and research in partitioning and major stabilization processes for nitrogen in soil organic matter fractions. The focus of her research was the elucidation of major nitrogen stabilization processes in soil organic matter as part of the nitrogen competition between stabilization and bioavailability in the beech-soil system of a broadleaf forest in Central Europe. She has published several high level articles concerning these topics. The prize is annually awarded by the Swiss-based Chorafas Foundation for outstanding contributions and excellent scientific achievements in doctoral dissertations, with the goal of stimulating promising young researchers. The Dimitris N. Chorafas Foundation is a non-profit organization founded in 1992 by Dimitris N. Chorafas, a professor at top universities and an international consultant for important financial institutions and industrial firms. The awards honor innovative researchers from one of the 21 Chorafas Foundation’s partner universities. Among its partner universities are highly ranked schools in countries including the United States, Switzerland, Israel, Germany and Japan. Prize winners are at the top of their class, and by their work they demonstrate that they have considered the impact that their research has on both man and nature; therefore, the award honors exceptional performance in research and the sense of individual responsibility. Within the fields of research of preservation and protection of the environment with different emphases on energy, air, water, soil, natural resources and recycling, researchers are awarded for their contributions. The prize money serves as seed money for research after a Ph.D. thesis is completed. Carolin took this opportunity and joined the NGEE Arctic Project (http://ngee-arctic.ornl.gov) during her scientific stay abroad as an affiliate at Lawrence Berkeley National Laboratory in California, USA. Within this project, she studied substantial ecosystem-climate feedbacks and gained data on soil organic carbon and greenhouse gas fluxes in the Arctic tundra in Barrow/Alaska.
 


STADT, LAND, LEUTE

Weihenstephaner Bodenkundler von europ. Bedeutung: Markus Steffens

Ein Weihenstephaner Bodenkundler hat eine europäische Auszeichnung erhalten: Markus Steffens wurde mit dem „Division Outstanding Young Scientists Award” der European Geosciences Union (EGU) geehrt. Dieser Preis geht jedes Jahr an insge-samt zehn junge Wissenschaftler, die ihr Forschungsfeld signifikant voranbringen. Steffens, der am Lehrstuhl für Bodenkunde der TU München-Weihenstephan arbeitet, bekam ihn laut Jury „für wichtige Erkenntnisse in der Bodenkunde, insbesondere die Abschätzung der horizontalen und vertikalen Heterogenität von Böden“. Bereits in seiner Doktorarbeit über die Klima-Konsequenzen der intensiven Bewei- dung der mongolischen Steppe erzielte er überraschende Ergebnisse, mit denen er herrschende Paradigmen des Fachs in Frage stellte. Die Grasländer der Erde gelten bisher, wenn man sie der Natur überlässt, als hervorragende Kohlenstoffsenke. Man nimmt an, dass der sich erholende Boden durch das Pflanzenwachstum große Mengen des Klimakillers CO2 speichern kann. In den globalen Kohlenstoffbilanzen wird der Nutzungswandel in Steppen deshalb bereits als Möglichkeit zur Entlastung der Atmosphäre berücksichtigt. Doch Boden-kundler Steffens stellt diese Idee in seiner Doktorarbeit bei Ingrid Kögel-Knabner. Frage. Seine Arbeit zu Steppenböden ist bis heute einer der meistzitierten Texte zu diesem Thema.

In den folgenden Jahren entwickelte Steffens an der TUM eine neue Technik zur Analyse von Bodenprofilen. Sie gilt als Revolution, weil sie schnell und zerstörungsfrei die horizontalen Schichten und die vertikale Zusammensetzung eines Bodens erfassen kann. Nach Ansicht der Jury wird diese neue Technik die quantitative und qualitative Analyse von Bodenprofilen auf der kleinstmöglichen Ebene signifikant verbessern. Der Preis ist undotiert, bringt aber die Ehrenmitgliedschaft bei der europäischen Fachgesellschaft für Geowissenschaften mit sich.         Süddeutsche Zeitung, 12.07.2014
 


Bundesverdienstkreuz für Ingrid Kögel-Knabner

Hohe Auszeichnung für DFG-Senatorin: Ingrid Kögel-Knabner

Professor Ingrid Kögel-Knabner hat im Januar 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für ihre Verdienste in Wissenschaft, Forschung und Lehre erhalten. Kögel-Knabner ist seit 1995 Professorin für Bodenkunde am Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München (TUM) und seit 2009 Senatorin der DFG. Sie sitzt außerdem der DFG-Senatskommission für Agrarökosystemforschung vor. Bis zum Ablauf des Mandats der Vorgänger-Kommission für „Stoffe und Ressourcen in der Landwirtschaft“ im Dezember 2011 hatte sie auch deren Vorsitz inne.

Der bayerische Bildungs- und Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle betonte in seiner Laudatio, Kögel-Knabner habe mit ihrer Forschungsarbeit einen wesentlichen Beitrag für das Verständnis klimarelevanter Prozesse im Boden geleistet. Darüber hinaus hob er ihr hohes Ansehen in der deutschen Wissenschaftsgemeinde und ihr beispielhaftes hochschulpolitisches Engagement hervor.

Professor Ingrid Kögel-Knabner studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth, wo sie als erste Absolventin dieses Studiengangs weltweit 1983 diplomierte. Danach arbeitete sie über organische Substanz in Waldhumusformen und wurde 1987 ebenfalls in Bayreuth promoviert. Gastaufenthalte beim US Geological Survey und an der Delft University of Technology folgten. Im Jahr 1992 habilitierte sie sich in Bayreuth über die Zusammensetzung und Bildung der organischen Bodensubstanz. Im gleichen Jahr wurde sie Professorin an der Ruhr-Universität-Bochum. 1995 folgte sie Professor Udo Schwertmann auf dem Lehrstuhl für Bodenkunde an der TUM, den sie bis heute innehat.

Ihr Forschungsinteresse richtet sich vor allem auf die Bildung, Zusammensetzung und Eigenschaften der organischen Substanz in Böden und deren zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Die Herausforderung ist dabei, verschiedene Methoden und Instrumente zusammenzuführen und auf die komplexen Gegebenheiten der Natur anzupassen. Um die Prozesse und beteiligten organischen Materialien im Boden zu beschreiben, führt sie ein breites Spektrum moderner Techniken aus der Spektroskopie, Spektrometrie und Mikroskopie zusammen.

Ingrid Kögel-Knabner ist bereits in ihrer zweiten Amtszeit Senatorin der DFG. Außerdem ist sie Mitglied in vielen wissenschaftlichen Akademien wie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften acatech sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von 2000 bis 2003 hatte sie einen Sitz im Senat der TUM; von 2003 bis 2006 hat sie als Prodekanin des WZW die Entwicklung dieses Standortes entscheidend vorangetrieben. Seit 2011 forscht sie als Senior Fellow am Institute of Advanced Study der TUM.